Grillholz statt Holzkohle – Was sind die Unterschiede?

Grillholz statt Holzkohle - Was sind die Unterschiede?

Beim Grillen denken die meisten Menschen sofort an Holzkohle als Brennstoff. Doch immer mehr Grillfreunde entdecken die Vorzüge von Grillholz. Aber was genau ist der Unterschied zwischen Grillholz und Holzkohle? In diesem Artikel werden wir uns ausführlich mit diesem Thema befassen.

1. Herstellung und Zusammensetzung

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Grillholz und Holzkohle liegt in ihrer Herstellung und Zusammensetzung:

  • Grillholz: Grillholz wird aus unbehandeltem Holz hergestellt und ist somit ein Naturprodukt. Es werden verschiedene Holzarten wie Buche, Eiche, Kirsche oder Apfel verwendet. Das Holz wird in Stücke zersägt oder zu Holzbriketts gepresst, die dann beim Grillen als Brennstoff verwendet werden.
  • Holzkohle: Holzkohle entsteht durch die Verkohlung von Holz bei hoher Hitze. Dabei werden alle flüchtigen Bestandteile entfernt, bis nur noch Kohlenstoff übrig bleibt. Die Holzkohle wird dann in Form von kleinen Stücken oder Briketts verkauft.

2. Geschmack und Aromatisierung

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Grillholz und Holzkohle liegt im Geschmack und der Aromatisierung des Grillguts:

  • Grillholz: Durch die Verwendung von Grillholz kann man dem Grillgut einen besonderen Rauchgeschmack verleihen. Je nach verwendeter Holzsorte entstehen unterschiedliche Aromen. Zum Beispiel sorgen Hölzer wie Hickory oder Mesquite für intensives Raucharoma, während Fruchthölzer wie Apfel oder Kirsche einen süßeren Geschmack geben.
  • Holzkohle: Holzkohle verbrennt relativ geruchsneutral und überträgt kaum Aromen auf das Grillgut. Der Geschmack kommt in erster Linie von den Gewürzen und Marinaden, die man verwendet.

3. Temperaturkontrolle und Brenndauer

Die Temperaturkontrolle und die Brenndauer sind weitere wichtige Unterschiede, die es zu beachten gilt:

  • Grillholz: Mit Grillholz kann man die Temperatur beim Grillen besser kontrollieren, da man die Menge des Holzes und den Abstand zur Glut variieren kann. Grillholz brennt in der Regel langsamer als Holzkohle und sorgt somit für eine längere Brenndauer.
  • Holzkohle: Holzkohle entfacht eine hohe und konstante Hitze, die sich gut für kurzes scharfes Anbraten eignet. Allerdings kann es schwierig sein, die Hitze zu kontrollieren, da Holzkohle schnell abbrennt.

4. Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit

Ein wichtiger Aspekt beim Grillen ist auch die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der verwendeten Brennstoffe:

  • Grillholz: Grillholz ist ein nachwachsender Rohstoff und somit eine nachhaltige Alternative. Es wird in der Regel aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Beim Verbrennen von Grillholz entstehen weniger Schadstoffe als bei der Verbrennung von Holzkohle.
  • Holzkohle: Die Herstellung von Holzkohle erfordert oft die Abholzung großer Waldflächen, was zu Umweltproblemen führen kann. Außerdem entstehen bei der Verbrennung von Holzkohle mehr Schadstoffe, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen können.

Fazit

Es gibt signifikante Unterschiede zwischen Grillholz und Holzkohle, die je nach Grillvorlieben und Anforderungen unterschiedliche Auswirkungen haben können. Grillholz bietet die Möglichkeit, dem Grillgut besondere Aromen zu verleihen und ermöglicht eine bessere Temperaturkontrolle. Es ist auch eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Wahl. Holzkohle hingegen erzeugt eine hohe und konstante Hitze, die sich gut für das scharfe Anbraten eignet. Letztendlich liegt die Wahl des Brennstoffs beim Grillen bei den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen der Grillenden.

Euer Flammenflüsterer
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